Die 39 lebt!

Der wohl weltweit älteste Karmann Ghia lebt wieder.

Die Nummer 39 ist ein Coupé Baujahr 1955, Erstzulassung am 22.08.1955. Dieser Wagen gehörte zu der ersten im Karmannwerk Osnabrück produzierten Serie, welche im August 1955 an die Generalhändler von Volkswagen als Ausstellungsfahrzeuge ausgeliefert wurden.




Die 39 lebt - eine Bildergeschichte!




Im Jahr 1955 las die Großmutter der jetzigen Besitzerin eine Zeitungsmeldung über ein Coupé, welches Volkswagen auf den Markt bringen würde.

Vermutlich handelte es sich um einen Bericht über die - heute legendäre - Präsentation des Karmann Ghia in Georgsmarienhütte.

Die von diesem Bericht neugierig gewordene Frau suchte sofort den nächstgelegenen VW-Händler in Koblenz auf. Dieser war jedoch ahnungslos, versprach aber in Form einer Wette, dass die Interessentin, sollte jemals ein solches Fahrzeug zu kaufen sein, den ersten nach Koblenz ausgelieferten Wagen erhalten würde.

Das Fahrzeug war schwarz lackiert, innen mit rotem Kunstleder ausgeschlagen, hatte Weißwandreifen und Chromfelgenringe. Gegenüber jüngeren Fahrzeugen fehlten Aussenspiegel, Scheibenwaschdüse und das Typenzeichen auf der Motorhaube.



Seitdem verblieb das Fahrzeug im Familienbesitz: Bis Ende der sechziger Jahre wurde die Nr. 39 zunächst von den Großeltern der jetzigen Besitzerin als Alltagsauto gefahren.

Danach ging das Fahrzeug in den siebziger Jahren auf die Enkelin, die heutige Besitzerin über. Die Familie nutzte ihn zunächst noch als Zweit- oder Ersatzwagen.

Er wurde dann mit der Zeit pflegerisch etwas vernachlässigt, nach einem Heckschaden unfachmännisch geflickt, mit einem 34 PS Motor ausgestattet und stand schließlich vergessen, aber trocken, in einer Garage.

Knapp vor der Entsorgung gerettet erfolgte 1984 der Umzug in eine Scheune, jetzt litt die Nr. 39 infolge der langen Standzeiten doch erheblich. 1990 erfolgte dann eine technische Teilrestaurierung, um das Fahrzeug für gelegentliche Schönwetterausflüge wieder fahrbereit zu haben.


Modellbaufirma Revell


Die Modellbaufirma Revell trat im Jahr 1992 mit dem Wunsch an die Familie heran, das Fahrzeug fotografieren zu dürfen, da man die Herausgabe eines Karmann Ghia Modells der ersten Serie plante.

Einige der dabei entstandenen Fotos der Nr. 39 sind auf der Modellverpackung zu sehen, welche ein Jahr später im Maßstab 1:16 erschien.








Die Restaurierung beginnt


Dem Drängen anderer Karmann-Ghia-Liebhaber nachgebend, entschloss sich die Besitzerin im Jahr 2004 schließlich zu einer aufwendigen Restaurierung.



2005 wurde das Fahrzeug komplett zerlegt, die Rohbaukarosse wurde kunststoffgestrahlt und mit einem 2-K-Säureprimer behandelt.







Retro-Klassik 2005


Die blanke Karosse wurde auf der Retro-Klassik 2005 in Stuttgart ausgestellt.



Der Heckschaden


Danach wurde der laienhaft bearbeitete Heckschaden auf einer Celette -Richtbank gerichtet, die verrosteten/korrodierten Blechteile wurden durch neue ersetzt.



Die Lackierung


Die Rohkarosse konnte anschließend in 2K uni-schwarz lackiert und mit kratzfestem Klarlack überzogen.




2007


Da die Bodengruppe keine Durchrostung aufwies, wurde sie 2007 ebenfalls kunststoffgestrahlt und musste "nur" neu lackiert werden.



Die Mechanik


Im gleichen Jahr wurde die Mechanik komplett überarbeitet und größtenteils erneuert.



Chromanbauteile


Sämtliche Chromanbauteile wurden aufgearbeitet, die hintere einteilige Stoßstange wurde neu angefertigt. 2008 wurde das Fahrzeug wieder sorgfältig zusammengebaut.

Die Innenausstattung und Sitze wurde mit viel Aufwand mit neuem Leder bezogen. Ein neuer Himmel wurde eingebaut, der Fußraum mit Teppichboden ausgelegt.



Die Innenausstattung


Die Innenausstattung und Sitze wurde mit viel Aufwand mit neuem Leder bezogen. Ein neuer Himmel wurde eingebaut, der Fußraum mit Teppichboden ausgelegt.



Elektrik und Motor


Sämtliche Gummidichtungen wurden durch neue ersetzt. Die Elektrik wurde modifiziert, wozu auch ein neuer Kabelsatz angefertigt wurde.

Ein neuer Motor musste gesucht werden, der anhand der Motornummer in das Baujahr passte; auch diese Hürde wurde gemeistert.





TÜV ohne Beanstandung!!!


Bei der Restaurierung fielen einige schon bekannte aber auch kuriose Besonderheiten auf, die der ersten Serie vorbehalten waren: fehlenden Schottwandbleche, Verstärkungen von Karosserie und Schweissnähten, einteilige Stossstange mit geschlossenen Hörnern, Pappschildchen mit Namen und Datum der Hersteller der Sitzpolster, die Einprägungen der Karosserienummer an verschiedenen Bauteilen sowie eine mit Pinsel gemalte, in das Blech eingeätzte "Nr.39" im Kofferraum.

Im Juni 2009 bekam die "Nr.39" eine Vollabnahme und TÜV ohne Beanstandung!!!

Seitdem lebt die "Nr.39" wieder und wird von ihrer Besitzerin voller Stolz und in vollem Glanz auf öffentlichen Straßen chauffiert.

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